Samstag, 19. Dezember 2015

Gesund, gesund, gesund: Hirse - mit allem, was ihr wollt

Super-gesund:Hirse-Salat mit Zucchini, Oliven und Tomatensauce
Zutaten: Hirse. Für dieses Beispielgericht: Gebratenes Gemüse nach Wahl,
dazu etwas Tomatensauce und viele Gewürze.

Jetzt also Hirse. So weit ist es schon? Fragte ein irritierter Blick, als ich die Packung zuhause in den Vorratsschrank stellte. Und ja, das habe auch ich mich gefragt, als ich sie kurz zuvor in mein dm-Körbchen packte. Aber bekanntermaßen lasse mich immer schnell überzeugen von der Ist-so-gesund-Propaganda völlig fremder Blog-Schreiber. Und als ich dann bei Carrots for Claire nur noch Hirsehirsehirsehirse las, da lag die Packung fast schon auf dem Kassenband. Ja, ich bin leicht zu haben. Aber immerhin hinterfrage ich kritisch, teste ausführlich und teile meiner illustren Leserschaft mit, was ich davon halte. Vielleicht erspare ich also jemandem eine schlechte Erfahrung - oder wir gründen bald den Verein freundlicher Hirsefreunde. Ihr werdet sehen.

Voilà: Hirse - mit allem, was ihr wollt


Also gut, liebe Hirse, was kannst du denn schönes? Fassen wir uns kurz: So ziemlich alles. Als ich gerade für diesen Text schnell ein paar Eigenschaften recherchieren wollte (um dann zu zeigen, dass Hirse eigentlich die uncoole Schwester von Couscous ist), war ich selbst völlig überrascht. Ich wusste zwar, dass Hirse gesund sein soll. Aber so gesund? Die Körner enthalten extrem viel Eisen, Vitamine und Mineralstoffe. Sie schützen vor Herzkrankheiten, beugen Diabetes vor, sind gut für Knochen, Haut, Haare und Nägel. Hirse soll sogar das Bindegewebe stärken, macht lange satt - und ist auch noch glutenfrei, falls das irgendwem wichtig ist. Um nur ein paar Beispiele zu nennen. Wer noch mehr wissen will, der sollte hier vorbeischauen oder Google fragen. Wer Hunger hat, liest einfach weiter.


Die Zubereitung funktioniert eigentlich genau wie bei Couscous, Bulgur oder Quinoa - und wird auf der Packung erklärt: Hirse waschen, mit der doppelten Menge Wasser zum Kochen bringen, fünf Minuten köcheln, zehn Minuten quellen, fertig. Und jetzt kann sie genauso weiterverarbeitet werden wie die gerade genannte Konkurrenz. Ich habe gebratenes Gemüse (in etwas Tomatensoße, war noch vom Abendessen übrig) untergerührt und dann leckergewürzt. Denn leider gilt auch fürs Wunderkorn Hirse: Ist gesund, schmeckt auch so. Irgendwie ein bisschen öko, ein wenig mehlig, fand ich sogar. Vielleicht muss man sich auch einfach etwas an den Geschmack gewöhnen - am besten probiert ihr es einfach selbst.

Jedenfalls ist Hirse vielseitig zu verwenden: Als warmes Pfannengericht, als Salat zum Mitnehmen (was für mich wichtig ist, seit ich mich als Mittagspausen-Selbstversorgerin durchschlage), man kann sie sogar zu supergesundem Frühstücksbrei machen - kommt als Punkt auf meine To-try-Liste.

Super-gesund:Hirse-Salat mit Zucchini, Oliven und Tomatensauce

Bon Appétit! Und wer jetzt ein detailliertes Rezept erwartet hat, der ist vermutlich enttäuscht worden. Eigentlich wollte ich ja nur meine Ich-hab-Hirse-getestet-Erfahrungen mit euch teilen und ein wenig plaudern. Und ich hab sogar noch eine Erkenntis zum Schluss: Wusstet ihr, dass Coucous gar nicht so viele gesunde Eigenschaften hat - und meist verarbeiteter Hartweizen ist? Also eigentlich der minikugelige Bruder von Nudeln? War mir neu. Dafür ist das Image viel cooler - also wenn ihr euch für eure Hirse schämt, dann müsst ihr euch gar nicht outen. Zumindest meine Kollegen haben letztens gedacht, ich esse Couscous - und vielleicht hätte ich einfach nur nicken, lächeln und weiterlöffeln wollen. Aber ich war ehrlich. Und stecke jetzt wohl in einer Schublade: direkt neben Dinkelwaffeln, Seitan-Bratlingen und ungebleichtem Öko-Leinen.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Was ein Öko-Comeback: Grüne Smoothie Bowl mit Matcha

Grüne Smoothie Bowl mit Matcha und Chiasamen
Zutaten (für 2 Portionen - halten sich gut im Kühlschrank): 1/2 Kopf Eisbergsalat, 
10 cm Gurke, 1 Banane, 1 TL Matchapulver, 1 Handvoll Haferflocken, 1 EL Chiasamen, bei 
Bedarf Agavendicksaft, Zitronensaft, sonstige Superfood. Topping nach Wahl, 
z.B. Mandarine, Kürbiskerne, Chiasamen.

Ihr kennt das, wenn alles ganz anders kommt? Wenn ihr gar nichts kaufen wollt - und dann sind da diese Schuhe. Wenn ihr gar nicht mehr raus wollt - und dann kommt dieser Anruf. Wenn ihr gar nicht mehr schreiben wollt - und dann... Ja, was dann? Eigentlich hatte ich schon meinen Danke-für-eure-Aufmerksamkeit-aber-ich-bin-jetzt-mal-raus-Post vorbereitet, weil ich die Blog-Motivation verloren hatte - was sich an den Sabbaticals zeigte, die ich zwischen den Beiträgen einlegte.  

Doch plötzlich habe ich einen neuen Job, stehe jeden Tag in der Küche - weil ich abends Zeit dafür habe und mittags keine Kantine. Endlich wieder selbstgemachtes und gesundes Essen, endlich wieder Inspiration. Deshalb bin ich wieder da - zumindest erst einmal. Und die Kurve zum Rezept versuche ich gar nicht erst zu kriegen - denn obwohl ihr euch schon bis hierher durch den Text gequält habt, gibt's jetzt keinen geilen Lunch-Salat to go, sondern eine grüne Suppe zum Frühstück. Smoothie Bowl wäre der Fachbegriff. Das hat zwar nichts mit Mittagessen im Büro zu tun, aber die Dinger sind nunmal gerade der heiße Scheiß in Gesund-Esser-Blogs - und für sowas bin ich ja immer schnell zu haben. 

Voilà: Grüne Smoothie Bowl mit Matcha


Warum offenbar auf dieser Welt kein Leben ohne Smoothie Bowl mehr möglich ist, das könnt ihr in anderen Blogs lesen (zum Beispiel hier, hier oder hier). Ich beschränke mich auf das, was ihr wirklich wissen müsst - und zwar für die gesündeste aller Varianten: natürlich die grüne. 

Wie funktioniert das? Ziemlich easy: Ihr stellt euch die Smoothie-Zutaten der Wahl zusammen, packt sie in den Mixer und dreht das Power-Rädchen. Bei mir schleuderten dann Eisbergsalat, Gurke, Banane, Haferflocken und Chiasamen im Kreis herum. Dazu ein bisschen Wasser (aber nicht so viel wie bei einem echten Trink-Smoothie), frischer Zitronensaft und für die Süße Agavendicksaft. Dann natürlich ein guter Schuss Matcha und - weil ich's noch irgendwo im Schrank gefunden hab - grünes Weizengras-Pulver für Smoothies. Muss ja auch mal weg. Also: Was immer da ist, worauf immer ihr Lust habt - alles passt. Das Gleiche gilt fürs "Topping", wie es so schön hip heißt: Bei mir sind's Mandarinen, Kürbiskerne und Chiasamen. Unverarbeitet sähe das übrigens so aus:


Grüne Smoothie Bowl mit Matcha und Chiasamen
Wie schmeckt das? Ziemlich gut eigentlich. Aber ziemlich gewöhnungsbedürftig. Das liegt vielleicht gar nicht am Geschmack, sondern an Optik und Konsistenz. Grüne Smoothies sind ja schon im Becher nicht mit Schönheit gesegnet, in der Müslischale wird's nicht besser. Und eine sämige Suppe zum Frühstück ist eben kein Marmeladenbrötchen. Aber dafür gesünder.

Was bringt das? In erster Linie das Gefühl, es gut mit seinem Körper zu meinen. Und endlich zu wissen, wovon die Menschen im Netz alle schreiben. Mich persönlich macht dieses Frühstück auch viel wacher als mein klassisches Obst-Joghurt-Müsli-Gemisch. Das liegt sicher am Matcha-Doping, das gleich inklusive ist - aber der Löffel-Smoothie zieht einen morgens nicht runter, liegt nicht schwer im Magen, macht irgendwie fit. Allerdings nicht ganz so lange satt wie gehofft - da hab ich wohl einfach noch nicht die richtige Mischung raus. Mehr Chia-Samen. Sowieso. Für alle. 

Grüne Smoothie Bowl mit Matcha und Chiasamen

Bon Appétit! Ich weiß, der kommt euch nicht direkt, wenn ihr die Fotos seht. Zugegeben, ich fühle mich auch ein bisschen wie eine ungeschminkte Öko-Missionarin, wenn ich das hier schreibe. Und das wird irgendwie auch nicht besser, wenn ich an den nächsten Post denke, den ich schon im Hinterkopf plane: Gemüse-Hirse-Lunch. Wenn's euch zu gesund wird, könnt ihr ja Ketchup drüber gießen - aber bitte nicht über die Smoothie Bowl, das wäre ein Vergehen.

Sonntag, 23. August 2015

Sündenfrei und endlich da: Fruchtiger Couscous-Salat mit Minze

Couscous_Salat mit Mango, Feta, Rosinen und Minze
Zutaten (für eine mittelgroße Salatschüssel): 250 g Couscous, 1 Mango, 2 Möhren, 10-12 Kirschtomaten,
1 Bund Lauchzwiebeln, 100 g Feta, 1 Handvoll Rosinen, 1 Bund Minze, Saft einer Zitrone.
Olivenöl, Salz und Pfeffer nach Bedarf.

Ich habe mich geirrt. Ich habe gelogen. Und dann habe ich auch noch getrödelt. Okay, ich habe auch noch viele andere beichtwürdige Dinge getan - aber die haben erstens nichts in der Öffentlichkeit zu suchen und zweitens nichts mit diesem Rezept zu tun. Also krame ich nicht weiter im persönlichen Sünden-Vorrat, sondern tue das, wofür ich eigentlich hier bin.

Voilà: Fruchtiger Couscous-Salat mit Minze sowie - Achtung! - Feta und Rosinen


Am  besten finde ich ja Rezepte, für die man nicht viel können muss - und das ist hier der Fall. Zuerst bereitet ihr den Couscous nach Packungsanleitung zu (ich lasse ihn einfach in gekochtem Wasser quellen). Dann schnibbelt ihr Tomaten, Mango, Möhre, Lauchzwiebel und Feta, legt die Rosinen bereit - oder ein paar Alternativzutaten. Denn obwohl ich den Salat schon so oft gemacht habe und er immer gut ankommt, habe ich beim letzten Mal festgestellt, dass diverse Menschen am Tisch weder Feta noch Rosinen mochten. Kurios, aber nicht vermeidbar.

Couscous-Salat mit Mango, Feta, Rosinen und Minze

Wenn der Couscous das Wasser aufgesogen hat, lasst ihr ihn abkühlen, rüht nur ab und zu durch, damit er nicht klumpt. Jetzt könnt ihr schon einen Schuss Olivenöl sowie Salz und Pfeffer dazugeben. Dann werden die restlichen Zutaten untergehoben, der Zitronensaft reingemischt, am Schluss gebt ihr noch die frische Minze hinzu. Und das war's schon fast, jetzt wird nur noch abgeschmeckt. Kein Dressing, keine Vinaigrette, keine Majo oder sonstwas. Einfach Salz, Pfeffer, Olivenöl und Zitrone, bis es euch schmeckt - zumindest sollte das eintreten, wenn alles nach Plan läuft. Am Schluss noch ein paar Minz-Blätter zu Deko drauf, fertig.

Couscous-Salat mit Mango, Feta, Rosinen und Minze

Bon Appétit! Und wer neugierig und noch immer dabei ist, bekommt zum Schluss auch noch die Erklärung der Sünden serviert. Tatsächlich wurde ich schon ein paar Mal auf das Rezept dieses Salats angesprochen und ich habe immer fest daran gelaubt, dass diese Seite hier endlich einen Zweck erfüllt: Steht im Blog. Stimmt aber nicht. Hier begann zwar alles mit Couscous, aber eben anders. So folgte auf mein Irren die wiederholte Lüge - und lange Zeit trotzdem nicht das Rezept. Aber jetzt! Endlich! Und ganz kleinlaut füge ich noch ein Sorry hinzu. War ja alles keine Absicht.

Sonntag, 5. Juli 2015

Wenn das kein Erfolg ist... Zucchini-Nudeln mit scharfem Gemüse

Low-Carb, vegan und echt lecker: Zucchini-Nudeln mit scharfem Gemüse
Zutaten (für 2 Personen): 2 Zucchini, 1 Paprika, 1/2 Aubergine, 10 Kirschtomaten, 1 Handvoll
getrocknete Tomaten, 1 Möhre, 3 EL Oliven, 1 Zwiebel, frischer Knoblauch, frische Peperoni, frische Kräuter

War Google eigentlich ein Zufallstreffer? Oder ist den Genies dahinter schon bei der Erfindung klar gewesen, dass sie gerade die Welt erobern? Die erste Variante klingt irgendwie romantisch-verklärend und so, als könnte es uns auch eines Tages passieren: Eine gute Idee - und plötzlich könnten wir uns eine eigene Insel im indischen Ozean kaufen. Oder meinetwegen Millionen gegen den Hunger in der Welt spenden. Oder was immer ihr mit unermesslichem Reichtum tun würdet. 

Schau doch mal vorbei: Hier geht's zu südstadtgold!
 Ich gebe zu: Damit haben meine Posts hier nur wenig zu tun. Aber die Lachs-Spinat-Rolle, auf die ich kurz zu sprechen kommen will, die war ein Zufallstreffer. Und zumindest in meiner bescheidenen Welt ein halbwegs großer und völlig unerwarteter Erfolg. Ich selbst stehe gar nicht so auf dieses Rezept - aber es wird so häufig gelesen und bei Pinterest verbreitet wie kein anderes. Also mach ich es wie Google und gebe den Menschen einfach mehr von dem, was sie wollen. Und das sind offenbar: Low-Carb-Gerichte.

Voilà: Zucchini-Nudeln mit scharfem Gemüse


Low-Carb, vegan und echt lecker: Zucchini-Nudeln mit scharfem Gemüse

Meine Liebe zu den richtig geilen und völlig kohlenhydratfreien Zucchini-Spaghetti habe ich ja bereits ausführlich erörtert. In Kombination mit dieser Gemüse-Mischung schmecken sie überragend. Und ja, ich darf das ganz unbescheiden sagen - habe nämlich nicht selbstgekocht, sondern nur gegessen. An dieser Stelle ein Riesen-Dankeschön an den Chefkoch des Hauses (der übrigens bezeugen kann, dass dieses Gericht auch mit echten Nudeln schmeckt - aber dann logischerweise nicht mehr low-carb ist).

Bei der Zubereitung habe ich folgendes beobachtet: Gemüse in beliebig kleine Stücke schneiden, Öl in einer Pfanne erhitzen. Zunächst Aubergine und Möhre, dann Paprika, Knoblauch, Zwiebeln und Peperoni dazu - alles kurz scharf anbraten. Auf mittlerer Hitze ein paar Minuten ziehen lassen, Oliven und getrocknete Tomaten dazu geben. Kurz bevor alles gar ist, die frischen Tomaten dazugeben, mit Salz, Pfeffer und frischen Kräutern abschmecken (bei uns waren es Oregano, Basilikum und Zitronensalbei). Mit dem Salz könnt ihr in diesem Fall sparsam umgehen, denn die getrockneten Tomaten sind schon ziemlich intensiv. Jetzt habt ihr einen großen Gemüsesud - und es ist fast geschafft.

Wie die Zucchini zu Nudeln werden, habe ich hier schon beschrieben. In einer zweiten Pfanne werden sie etwa drei Minuten in etwas Öl angebraten. Dann hebt ihr das Gemüse unter - fertig ist der Low-Carb-Spaß.

Low-Carb, vegan und echt lecker: Zucchini-Nudeln mit scharfem Gemüse

Bon Appetit! Und im Gegensatz zu der erwähnten Lachs-Spinat-Rolle und anderen absonderlichen, weil sehr fetthaltigen Gerichten ohne Kohlenhydrate ist dieses hier übrigens echt gesund! Und auch noch komplett ohne tierische Produkte. Low-carb, lecker und vegan - wenn der Post mit diesen Schlagworten mal nicht gut bei Google ankommt... War gar nicht geplant, fällt mir nur zufällig auf. Aber vielleicht wird's ja ein Erfolg.

Dienstag, 26. Mai 2015

Vegane Schokomuffins: Ja, die schmecken auch im tiefsten Harz

Vegane Schokomuffins - besonders lecker mit selbstgeraspelter Kuvertüre.
Zutaten (für 12 große oder ca. 48 Mini-Muffins): 200g Mehl, 200g Zucker, 110g Kakao,
1/2 TL Salz, 2 TL Backpulver, 250ml Sojamilch, 125ml neutrales Öl, 100g Zartbitter-Schokoladenraspel.
 Etwas Fett und Mehl für die Form.

Bin ich eigentlich out? In Berlin vermutlich schon - da ist so ein Blog sicher total 2012. Aber glücklicherweise gibt es dieses Internet mittlerweile auch in Gegenden wie - sagen wir mal - dem tiefsten Harz. Das ist gar nicht böse gemeint, aber vielleicht leben dort Menschen, die von solch neumodischen Online-Berichten samt Fotos und Verlinkungen total begeistert sind. Denen sei gesagt: Haltet euch fest, denn zum heutigen Post gibt es sogar Hashtags und - oh Schreck - ein Listicle! Was das ist? Etwas, das früher mal Aufzählung hieß und mittlerweile bei vielen möchtegern-modernen Medien angesagt ist. Und das mit meist penetrant neugierig machenden Überschriften begonnen wird. Sowas wie:

Fünf Dinge, die ihr unbedingt über diese Schokomuffins wissen müsst - und spätestens bei Punkt 4 solltet ihr wirklich auf mich hören!


1. Das Wichtigste vorab: Diese superschokoladigen Muffins, die ich vor einiger Zeit dank Pinterest (Was ist denn das nun schon wieder?!) in einem Blog entdeckt habe, schmecken einfach nur richtig gut. Lecker, fluffig, genau richtig süß - Online-Hipster kommentieren das heutzutage wohl mit: #nomnom.

2. Fast genauso wichtig: Die Zubereitung ist so einfach - man kann fast nichts falsch machen. Einfach alle Zutaten in oben genannter Reihenfolge in einer Schüssel vermixen, dann kleine Teigportionen in eine gefettete und bemehlte Muffinform füllen und ab in den vorgeheizten Ofen damit (Minimuffins 12-15 Minuten bei 175 Grad, normale Muffins 20-25 Minuten). Das alles geht so schnell, dass man ganz viel Zeit für die noch schöneren Dinge des Lebens hat. Ich bin mal wirklich total 2012 und sage: #yolo.

Vegane Schokomuffins - besonders lecker mit selbstgeraspelter Kuvertüre.

3. Überschrift und Zutatenliste verraten bereits: Diese Muffins sind vegan (auch wenn sie ein wenig wie Mini-Frikadellen aussehen). Und jetzt ist die Frage: Wen kann ich damit beeindrucken? Im hippen Berlin ist man über diesen Ernährungstrend sicher längst hinweg, dort steht man auf Steinzeitkost, Raw Food - oder irgendwas, das ich noch nie im Leben gehört habe. Und in den ländlichen Regionen, die ich eben anschrieb? Puuh, da hält man vermutlich nix von tierproduktefreier Ernährung, oder? So gesehen braucht wohl kein Leser der Welt dieses Rezept. #dieseerkenntniskommtzuspät

4.Wenn ihr einfach nur Muffins servieren und nicht diskutieren wollt, hört auf meinen Rat: Erzählt nichts von fehlenden Eiern oder Sojamilch! Sonst werdet ihr euch wieder vor sich provoziert fühlenden Fleischessern verteidigen müssen, weil ihr hübsche Lederstiefel tragt und nicht für die gerechte Bezahlung von Maisbauern auf die Straße geht. #irgendwomussmandochanfangen

5. Ich hab die Muffins schon mehrfach gemacht - und beim letzten Mal gab es keine fertigen Schokoflocken im Supermarkt. Die Notlösung: Kuvertüre kaufen und selber raspeln. Und ich muss sagen: Das geht superschnell, tut gar nicht weh - und ist eigentlich ziemlich geil so. Ich bin ja grundsätzlich für Selbermachen, würde nie auf die Idee kommen, fertigen Reibekäse zu kaufen, der ist einfach nur halb so lecker. Nur bei Schokolade habe ich die DIY-Variante nie in Betracht bezogen - und bin jetzt überzeugt. #manlerntnieaus

Vegane Schokomuffins - besonders lecker mit selbstgeraspelter Kuvertüre.

Bon Appétit! Lasst es euch schmecken - auch im Jahr 2060 noch. Wenn ich schon alt und grau bin, das allwissende Internet diesen Post aber bestimmt noch immer archiviert hat. Vielleicht ist so ein mainstreamiger Foodblog dann wieder total in. Schließlich tragen Menschen plötzlich auch wieder bauchfreie Tops und Plateau-Buffalos. Irgendwann kommt alles zurück. #hatschonmamaimmergesagt

Donnerstag, 23. April 2015

Paris - ich will mehr von dir! Und von deinem Eis, deinen Burgern, deinem Haferbrei...

Tipp für günstiges Frühstück in Paris - auch vegan: Le Pain Quotidien
Das für mich großartigste Frühstück von Paris - im Le Pain Quotidien.

Heute habe ich einen vierten Wunsch. Plus de Paris, s'il vous plaît - ich will mehr Paris! Mehr Sonnenstrahlen auf Dachterrassen, mehr kopfsteingepflasterte Montmartre-Gassen. Mehr plötzlich auftauchende Blicke auf den Eiffelturm - und natürlich mehr gemütliche Cafés, angesagte Restaurants, fabelhafte Eisdielen. Bekomme ich nicht? Da ist gerade wirklich nichts zu machen? Verdammt. Dann muss ich Paris eben in mein bescheidenes Blog-Universum holen - und damit ausnahmsweise einen persönlichen Urlaub für meine kleine Leserschaft ausschlachten.

Voilà: Total leckere, (meist) vegetarische und (zumindest relativ) günstige Tipps für Paris


Ich starte mit einer Entschuldigung: Excusez-moi! Ich hatte eigentlich gar nicht vor, über den Drei-Tage-Trip Anfang April zu schreiben, deshalb habe ich nicht alles und erst recht nicht professionell fotografiert. Aber im Nachhinein möchte ich einige Dinge unbedingt mit potentiellen Paris-Reisenden teilen. Schließlich weiß ich aus eigener Erfahrung, wie aufwändig es ist, vor der Fahrt gefühlt 12.376 Blogs nach total leckeren, meist vegetarischen und zumindest relativ günstigen Tipps für Paris zu durchsuchen.

Toller Laden in Montmartre, Paris: Kusmi Tea - auch in Detox-Variante
Findet im Text nicht statt, ist aber trotzdem toll: Der Shop von Kusmi Tea in Montmartre.


Beginnen wir beim Frühstück! Ich weiß, als echter Pariser genießt man morgens Croissant oder Pain au chocolat - aber ich nicht, excusez-moi encore une fois. Aber immerhin hat mein Begleiter in dem fabelhaften Le Pain Quotidien das klassische Frühstück bestellt, das für alle Brotfreunde absolut empfehlenswert ist. Croissant und großartiges Brot, dazu Milchkaffee, frischer O-Saft und superleckere Aufstriche, die in großen Töpfen auf allen Tischen stehen. Und das alles für (in Paris unschlagbare) 10 Euro.

Ich gebe zu: Damit bin ich nicht hingekommen. Aber von dem frischen Obstsalat, den ich zusammen mit Pekanuss-Minz-Haferbrei genossen habe, träume ich noch immer. Dazu Milchkaffee (sogar aufschlagsfrei mit Sojamilch) und frischer Pampelmusensaft - besser kann ein Tag kaum starten. Erst viel später habe ich entdeckt, dass Le Pain Quotidien eine fast weltweit operierende Kette ist. Darüber sehe ich ausnahmsweise hinweg. Die Cafés sind so schön eingerichtet, das Essen so gut - ich schiebe gleich noch Wunsch Nummer fünf hinterher: Ich will das auch in Deutschland. Bitte.

Machen wir mit dem Nachtisch weiter. Ich weiß: Die folgende Information ist kein Geheimtipp, deshalb halte ich mich recht kurz. Bei Amorino gibt es das vermutlich allerbeste Eis der Stadt. Punkt. Ich hatte eine grandiose Mischung aus Himbeer, unvergleichliche Schokolade, Stracciatella, Passionsfrucht und Blaubeer-Käsekuchen- und das alles in halbwegs bekömmlicher Menge. Wie so oft im Ausland entscheidet man sich vorher nur für die Bechergröße und darf dann beliebig viele Sorten in entsprechend kleiner Portion auswählen. Alles probieren, ohne tatsächlich fünf Kugeln zu essen - absolut überzeugendes Konzept. Wunsch Nummer sechs: Auch das will ich in Deutschland. Bitte. (Huch, jetzt sehe ich dank Google, dass dieser Wunsch bereits erfüllt ist - und finde das irgendwie doof).

Das beste Eis von Paris - auch vegan: Amorino im Marais
Ich könnte schon wieder... Ein Eisbecher von Amorino.

Geht nur mittags richtig essen, abends ist es viel teurer. Ja, das sagen fast alle, bevor man nach Paris fährt. Hatten wir aber keine Lust drauf - und außerdem: Soll ich wirklich mitten am Tag den obligatorischen Weißwein dazu bestellen? Ein Tipp (auch) für den Abend: Nanashi im Marais. Ein aktuell offenbar ziemlich angesagtes Lokal, das wir zufällig entdeckten. Dort gibt es superfrisches und ziemlich gesundes Essen im japanischen Stil, das in Form von Parisian Bentos serviert wird: In mehreren eckigen Schalen bekommt man verschiedene Komponenten serviert. Schwer zu beschreiben, guckt's euch auf ihrer Website an - oder noch besser direkt vor Ort. Es gibt täglich je ein Menü mit Fleisch, Fisch oder vegetarischer Alternative zur Auswahl. Auch der Salat ist absolut empfehlenswert - und erst die Nachtische! Formidable.

Direkt gegenüber ist übrigens ein (fast vollständig) veganes Hipster-Café, in dem wir am ersten Tag zufällig gelandet sind: Café Pinson. Auch durchaus empfehlenswert, aber ich kann hier nicht alles in breiter Ausführlichkeit erörtern - wozu gibt es Verlinkungen?

Gesundes Abendessen in Paris, Marais: Nanashi
Das Essen wurde nicht fotografiert - aber immerhin der Laden: Nanashi im Marais.

Aber unbedingt ausführlich (nur leider komplett ohne Foto) muss ich euch noch Hank Vegan Burger empfehlen, einen noch ziemlich neuen und tatsächlich komplett veganen Burgerladen. Nein, ich möchte überhaupt nicht missionieren und muss darauf hinweisen, dass mein fleischmögender Mitreisender diese Idee hatte - und auch er war überzeugt. Ein kleiner Laden im nördlichen Marais, sehr hip mit sehr coolen Typen hinter der Theke. Die Burger sind teilweise nach alten Tanten benannt - und richtig gut. Ich hatte die Variante mit Humus-Frikadelle, dazu frischen Möhren- und Krautsalat. Gibt natürlich auch Cheeseburger mit Pommes und Majo, alles komplett ohne totes Tier. Und trotzdem richtig gut, glaubt's mir einfach.

Also: Bon Appétit! Nie passte das so gut wie heute, ich freu mich. Schließlich spreche ich so gern französisch und würde es so gern noch viel besser können (aber das wäre schon Wunsch Nummer sieben, ich will ja nicht unersättlich erscheinen). Ich hatte mir schon so schön alle Bestellungen vorher im Kopf zurechtgelegt - inklusive Sonderwünschen! Doch leider wurde ich immer schnell enttarnt und die Kellner wechselten problemlos ins Englische - meinen enttäuschten Blick ignorierend. Ich lerne daraus: Ich sollte unbedingt zurück in die fabelhafte Stadt, um bald wie eine echte Pariserin zu klingen. Das wäre dann Wunsch Nummer acht - und den lasse ich mir nicht nehmen. Merci beaucoup.

Freitag, 13. März 2015

Können nicht alles - aber viel: Meine Superfood-Helden

Superfoods: Chia-Samen, Goji Beeren und Matcha-Tee

Falle ich nur auf gute PR rein? Oder gehöre ich zu der erlesenen Gruppe von Menschen, die wissen, was wirklich gut für unsere Körper ist? Eigentlich dachte ich, ich wäre recht gut informiert über das Phänomen, dem dieser Post gewidmet ist. Dann warf ich die große Google-Maschinerie an - jetzt bin ich verunsichert. Klasse gemacht, Google.

Kommen wir zur Sache: Es geht um Superfood! Falls ihr euch öfter mal auf Blogs, in Bioläden oder auf Hipster-Partys rumtreibt, seid ihr natürlich bestens im Bilde. Für alle anderen Mitglieder meines bescheidenen Leserkreises: Wir reden über Matcha-Tee, Chia-Samen und Goji Beeren. Und Quinoa, Agavendicksaft und Leinsamen. Oder Ashwagandha, Chlorella und Spirulina. Okay, ich gebe zu: Die letzten drei kenne ich nur durch Google - aber der Rest ist von mir eigenhändig gekauft, gestestet und für gut befunden worden.

Oder glaube ich das nur? Ich bin eigentlich ein zu rationaler Mensch, um auf solche Versprechungen reinzufallen. Und je mehr von diesen Lobpreisungen ich im Netz lese, desto skeptischer werde ich:
Wenn wir Super Foods mit ihrem fantastischen Gehalt an Vitaminen, Mineralien und pflanzlichen Proteinen in unseren täglichen Speiseplan integrieren, können wir den Alltag in einer konstanten Höchstform meistern, heißt es beispielsweise auf der mir zuvor unbekannten Seite rohspirit.de. Und weiter: Wir leisten körperlich und geistig viel mehr, fühlen uns glücklicher und sind voller Selbstvertrauen. Klingt zu gut, um wahr zu sein. Zu sehr nach PR, um wirklich zu funktionieren. Also weg mit Google, her mit eigenen Erfahrungen!

Voilà: Meine ganz persönlichen Superfood-Helden


Superfoods: Chia-Samen, Goji Beeren und Matcha-Tee

Trotz aller Skepsis habe ich die vermeintlichen Wundermittel in meinen Tag integriert - und bin teilweise überzeugt: Über Matcha-Tee habe ich schon ausführlich geschrieben - als Wachmacher unschlagbar. Für Quinoa wurden diverse Rezepte geliefert - super lecker und sicher auch gesund, kann sein. Bei Goji Beeren kämpfe ich selbst noch mit mir, ob sie etwas bringen oder nicht. Klar, es klingt absolut fantastisch, welche Wirkung den kleinen roten Teilen nachgesagt wird. Merke ich etwas davon? Keine Ahnung, um ganz ehrlich zu sein. Trotzdem esse ich sie täglich - und geschadet hat's bislang höchstens meinem Kontostand.

Doch zumindest für ein Superfood kann ich sagen: Ich will nicht mehr ohne. Es ist toll, es macht satt, es soll nie wieder meine Küche verlassen. Es heißt: Chia-Samen. Die kleinen Körner gibt's im Reformhaus und im Bioladen (ich gebe zu, der Preis ist stolz, letztens habe ich erst wieder eine 450-Gramm-Packung für 12 Euro gekauft). Chia-Samen waren (wenn man dem Internet glaubt) bei den alten Maya Grundnahrungs- und Allheilmittel, sie enthalten unfassbar viel Antioxidantien, Kalzium, Kalium, Eisen, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Klingt super, ist sicher auch gut für meinen Körper - und macht vor allem echt satt.

Superfoods: Chia-Samen, Goji Beeren und Matcha-Tee

Glaubt der folgenden (und von niemandem gesponsorten Propaganda): Ich merke, ob ich die Dinger morgens über meinen Haferbrei oder in den Smoothie gerührt habe. Tue ich es nicht, will ich spätestens um 11 Uhr Richtung Mittagspause starten. Gebt mir morgens Chia-Samen und ich vergesse erstmal, was eigentlich Hunger ist. Ich brauche dafür auch nicht all die komischen Rezepte für Chia-Puddings (sorry, die sehen einfach widerlich aus), Chia-Kekse oder sonstige Absonderlichkeiten. Streut sie ins Müsli, in Joghurts oder esst einfach einen Löffel voll, wenn ihr ganz hart drauf seid. Nicht lecker, aber wie verrückt es sich anfühlt, wenn ihr pure Chia-Samen im Mund habt, das könnt ihr euch nicht vorstellen. (Klingt wie eine verdammte Buzzfeed-Überschrift - aber den Spaß erlaube ich mir mal).

Bon Appétit! Lasst uns unfassbar schön, gesund und 120 Jahre alt werden. Und falls irgendwer nach diesem Text jetzt wirklich direkt in den nächsten Bio-Markt rennt oder zumindest Google fragt, wovon das verrückte Mädchen da eigentlich schreibt: Wenn euch ein Superfood gegen Trotteligkeit begegnet, informiert mich bitte.

Denn das Gefühl, ein komplettes Glas Chiasamen umzuwerfen, während man es fürs Foto positioniert, ist auch ziemlich einmalig. Das müsst ihr nicht selbst testen - glaubt mir einfach.

Samstag, 14. Februar 2015

Einfach mal drauflos: Dunkler Quinoa-Salat mit Avocado-Sesam-Dip

Dunkler Quinoa-Salat mit Avocado-Sesam-Dip
Zutaten (alles in beliebiger Menge variabel): Quinoa, Rettich, Kaki, Paprika, Gurke, Goji-Beeren,
Sonnenblumenkerne, frische Minze. Für den Dip: 1 Avocado, 1 TL Sesam, 1 EL Zitronensaft, Salz und Pfeffer.

Ich möchte ehrlich sein: Mir fehlt die Inspiration - mich treibt nur das schlechte Gewissen an. Ich habe schon zwei andere Blog-Einträge fast fertig, bin aber unzufrieden, habe mich nun allein wegen der Fotos, die ich mag, für Variante C entschieden. Vielleicht gefällt sie euch ja.

Schaut doch mal vorbei: Hier geht's zu südstadtgold!

Ich könnte euch viel erzählen von dem supergesunden Ausgleich zum Karneval, der gerade 200 Meter weiter tobt (Hey, da sind Goji-Beeren drin!). Von dem tollen biegsamen Stativ, das mir mein Papa geschenkt hat (oder war es nur geliehen? Danke jedenfalls,es ist toll!) - mit dem ich die Fotos gemacht habe. Ich könnte über die vermeintlichen Mangelerscheinungen bei vegangem Essen schreiben (guckt euch mal den Protein-Gehalt von Quinoan an!). Aber irgendwie fehlt mir einfach gerade der letzte Funke zündender Idee. Vielleicht bricht die Kreativität bis zum Bon Appétit über mich herein. Falls nicht, wird das einfach mal eine ganz schnörkellose Rezept-Empfehlung.

Voilà (so viel Zeit muss sein!): Dunkler Quinoa-Salat mit Avocado-Sesam-Dip


Klingt nach einem totalen Hipster-Essen, ich weiß - ist aber super lecker, ziemlich schnell gemacht und vor allem variabel einsetzbar. Ich habe die erste Portion lauwarm gegessen, den Rest am nächsten Tag als Salat. Ihr könnt auch eine Riesen-Schüssel Salat für eine Party machen, zwei warme Portionen als Beilagen - oder wie auch immer. Was ihr genau macht? Ach ja, da war ja was.

Dunkler Quinoa-Salat mit Avocado-Sesam-Dip

Zuerst bereitet ihr den Quinoa (es kann natürlich auch heller sein) nach Packungsanweisung zu. Dann schnibbelt ihr das Gemüse in beliebig kleiner Form. Ich habe einfach spontan alles genommen, was noch im Haus war, hier dürft ihr eure Kreativität (falls ihr denn welche besitzt) gerne austoben. Es ist also auch ein guter Grundstock, falls ihr vorher noch keinen Plan habt, was draus werden soll - eigentlich geht alles. Für den Avocado-Dip leert ihr die Frucht mit einem kleinen Löffel und matscht den Inhalt, bis er cremig wird. Dann rührt ihr einen halben Teelöffel Sesam unter, gebt einen Esslöffel Zitronensaft und nach Geschmack Salz und Pfeffer hinzu.

Sobald der Quinoa fertig ist, vermengt ihr ihn in einer großen Schüssel mit dem Gemüse, gebt Goji-Beeren und Sonnenblumenkerne dazu, schmeckt es mit Salz und Pfeffer ab - und dann ab auf den Tisch, in die Picknick-Dose, in die Salatschale für den nächsten Tag. Was auch immer ihr vorhabt. Hauptsache, ihr lasst es euch schmecken - und streut kurz vor dem Verzehr noch ein paar Blätter frische Minze drüber!

Dunkler Quinoa-Salat mit Avocado-Sesam-Dip

Bon Appétit! Und nein, die Inspiration hat in der Zwischenzeit nicht an meiner Tür geklingelt. Dafür hab ich jetzt Lust auf Quinoa - und auf Urlaub. Schließlich verbinden die gesunden Körner und mich viele schöne Erinnerungen an Sommerabende und leckere Essen im Sonnenschein. Und dann muss ich auch noch an die zugehörigen Freundinnen denken, bei denen ich mich schon viel zu lange nicht gemeldet habe. Ich finde, es hätte schlimmer enden können - manchmal muss man wohl einfach nur beginnen.

Dienstag, 13. Januar 2015

Liebe ist... wenn aus Gemüse plötzlich Nudeln werden

Nudeln aus Zucchini - dank Spiralschneider
Zutaten: Etwa eine Zucchini pro Person - und ein Spiralschneider.

 Ich will hier gar nicht romantisch werden. Aber vielleicht ist es so etwas wie Liebe.

Wenn man weiß: Ich will nicht mehr ohne. Wenn man merkt: Das tut einfach gut. Wenn man sich fragt: Was habe ich nur all die Jahre zuvor gemacht? Okay, ihr mögt mich jetzt für verrückt erklären - immerhin geht es hier um so etwas Banales wie Essen. Aber ich hatte einfach keine Lust, hier über Low Carb (sowas von!) oder gute Vorsätze (perfekt zum Abnehmen!) zu schreiben. Dann doch lieber über Liebe reden - und mich hat es echt erwischt!

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Voilà: Zucchini-Nudeln dank Spiralschneider

 

Mein neues Glück kam per Internet. In diversen Blogs und bei Pinterest begegneten mir immer wieder Nudeln aus Zucchini oder anderem Gemüse, die alle angeblich ratzfatz, supereinfach und megaschnell mit einem Spiralschneider produziert werden. Hatte ich noch nie gehört - hab ich mir irgendwann aber auch bestellt. (Und zwar den hier. Keine Werbung, nur gutgemeinte Information). Ein ziemlich schnörkelloses Gerät ohne große Anleitung - die braucht man aber auch gar nicht.

Nudeln aus Zucchini - dank Spiralschneider

Man nehme: Den Spiralschneider und eine gewaschene Zucchini, von der man an einem Ende das Stück abschneidet, das man nicht mitessen mag. Dann entscheidet man sich für die Variante breit oder schmal (jeweils ein Ende des Spiralschneiders), steckt die Zucchini rein und dreht. Und ich muss mich anschließen: Das geht wirklich ratzfatz, supereinfach und megaschnell . Nach gefühlten fünf Sekunden hat sich die Zucchini in einen Teller voller Bandnudeln verwandelt. Das funktioniert (in der breiteren Variante) tatsächlich so gut, dass die Nudeln meterlang werden, wenn man nicht zwischendurch mal einen Schnitt macht.

Und wie geht's nun weiter? Ihr könnt die Zucchininudeln beliebig verwenden - so wie klassische Spaghetti. Sie können entweder ein paar Minuten in kochendes Wasser gepackt werden (was ich bislang nur gelesen, aber nie ausprobiert habe). Noch einfacher ist es, sie beispielsweise in eine parallel zubereitete Gemüsepfanne, in (vegetarische) Bolognese oder jede andere Soße zu werfen. Ihr könnt auch einfach Öl in der Pfanne erhitzen, eure Nudeln, Gewürze und ein paar Tomaten reingeben. Wir alle merken: Ich zähle hier einfach nur Varianten der klassischen Nudel-Zubereitung auf - deshalb mache ich hier jetzt Schluss. Egal, was ihr tut: Zucchini-Spaghetti in der jeweiligen Umgebgung kurz durchziehen lassen, damit sie heiß werden - und dann ab auf den Tisch.

Nudeln aus Zucchini - dank Spiralschneider

Bon Appétit! Laut Werbebeschreibung und manchen Blogs kann man übrigens auch jedes andere längliche Gemüse zu Spaghetti verarbeiten - aber ich kann euch sagen: An der Rettich-Variante bin ich handwerklich und geschmacklich gescheitert. Mit Möhren habe ich es noch nicht versucht, gegen Gurken hege ich an dieser Stelle eine natürliche Skepsis. Deshalb bleib ich meinen Zucchini treu, esse sie so oft wie möglich - und bin glücklich damit. Wozu noch Alternativen testen, wenn einfach alles passt?

Womit wir wieder bei der Liebe wären.