Donnerstag, 11. September 2014

Ein Abend als Kamera-Kind: Foto-Playground in Ehrenfeld


Ich glaube, ich war kein Spielplatz-Kind. Zu viele kleine fremde Wesen mit hoher Krawall-Affinität. Rabauken könnte man sagen, was für ein schönes Wort. Außerdem so viel schmutziger Sand und die ganzen hohen Klettergerüste. Ich fürchte, ich habe in dieser Hinsicht nicht alle wunderbaren Möglichkeiten der Kindheit ausgeschöpft. Glücklicherweise bin ich inzwischen selbstreflektiert genug, um das einzusehen - aber noch nicht zu alt, um viele Dinge nachzuholen. Punkt 1: Eine fantastische Zeit auf einem Spielplatz verbringen.

Voilà: Der Photography Playground in Ehrenfeld

 


Bald steigt in Köln die photokina, in diesem Rahmen wurde das Jack in the Box-Gelände in Ehrenfeld  (das ich Banausin bislang nur vom Nachtflohmarkt kannte) in einen künstlerischen Fotografen-Spielplatz verwandelt. Das großartige Team von WE ARE CITY hatte Blogger zu einer Vorab-Führung eingeladen - auch ich durfte dabei sein.


Organisiert wird dieser Photography Playground von Olympus, jeder Besucher kann sich Kameras ausleihen und mit ihnen die Kunst erkunden - und natürlich ablichten. Was es zu sehen gibt? Echt schwer zu beschreiben. Wenn ich sage: Leuchtende LED-Schnüre, hängende Spiegel-Gebilde oder Plastiklippen, mit denen man selbst selten dämlich aussieht - dann klingt es lange nicht so cool, wie es wirklich war. Ich versuche, die Bilder ein bisschen mehr erzählen zu lassen - und schicke euch hiermit einfach selbst hin.




Der Eintritt ist frei, die Speicherkarte der geliehenen Kamera darf man am Ende behalten - und ja, ich habe erkannt, dass es sich irgendwie um eine Olympus-Verkaufsveranstaltung handelt. Die Kameras waren aus meiner Laien-Sicht ziemlich gut, ich hatte vor allem kindlichen Spaß mit den vielen integrierten Filtern, auf die man bei Olympus offenbar besonders stolz ist. Und die bei Foto-Profis völlig verpönt sind. Ich kann aber nicht mal das genaue Modell der Kamera sagen - sorry, Olympus: Vielleicht bin ich eine schlechte Werbe-Botschafterin. Dafür hatte ich einen großartigen Abend als Kamera-Kind bei euch.


Und ich kann hinter fantastische Zeit auf einem Spielplatz haben einen fetten Haken machen - sogar die vielen fremden Menschen, die ich kennenlernen durfte, waren sehr, sehr nett (nein, niemand hat mir meinen Kuchen geklaut, mich ausgelacht oder gehauen). Und übrigens bin ich letztens sogar im Hochseilgarten auf mutierten Riesen-Klettergerüsten herumgeturnt (auch dafür gibt es eine drindende Hin-da!-Empfehlung) und hatte wahnsinnigen Spaß. Ich glaube, inzwischen wäre ich ein ziemlich gutes Kind. Und ich mag sogar Rabauken.