Samstag, 28. Dezember 2013

Tomaten mit Couscous: Gefülltes nach der Völlerei

Gefüllte Tomaten mit Couscous
Zutaten (für 2 bis 3 Personen): 6 mittelgroße Tomaten, 2 Tassen Couscous, 1/2 Paprika, 1/4 Zucchini,
1/4 Aubergine, 100g Feta, 1 kleine Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, eine Handvoll Pinienkerne

„Zu viel des Guten ist wundervoll.“ Ich fand dieses Zitat aus dem kürzlich im Kino gelaufenen „Liberace“-Film anfangs ganz zauberhaft - allerdings muss ich vehement widersprechen. Ich will nicht jeden Tag in der Sonne liegen, Schuhe kaufen oder in New York sein. Auch von noch so schönen Dingen ist eine Überdosis meistens nur eins: zu viel.

So geht's mir auch mit den Weihnachts-Leckereien, die wir vermutlich in den vergangenen Tagen alle in uns hineingestopft haben. Schluss mit Plätzchen-, Kuchen- und Klöße-Völlerei - jetzt kommt mal wieder was Gesundes auf den Tisch. Aber keine Angst, nach Diät-Kost schmeckt's trotzdem nicht.

Voilà: Gefüllte Tomaten mit Couscous


Gefüllte Tomaten mit Couscous

Ich habe bislang immer nur gefüllte Paprika gemacht, wollte es unbedingt mal mit Tomaten probieren. Und es geht ganz einfach und schmeckt super! Pro Person sollte man zwei bis drei mittelgroße Tomaten einplanen, diese werden oben aufgeschnitten und mit einem Löffel ausgehöhlt. Stellt sie am besten umgedreht auf ein Stück Küchenpapier, damit sie austropfen. Heizt den Ofen bei 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vor.

Dann den Couscous nach Packungsanleitung zubereiten (ich gebe ihn einfach in eine Schüssel mit vorher aufgekochtem Wasser und lasse ihn quellen), in der Zwischenzeit die restlichen Zutaten vorbereiten: In einer großen Pfanne Zwiebeln und Knoblauch anschwitzen, dann das kleingeschnittene Gemüse hinzugeben und anbraten, später  kommen die Pinienkerne dazu.

Jetzt kann der Herd ausgemacht werden, der Couscous wird untergerührt und alles abgeschmeckt. Am Ende Feta-Brösel dazugeben - und schon geht's ans Füllen. Die ausgehöhlten Tomaten in eine Auflaufform stellen, jetzt die Couscous-Masse in ihnen verteilen. Am Ende wieder die Tomaten-Deckel aufsetzen und ab in den Ofen damit.

Gefüllte Tomaten mit Couscous

Nach etwa 15 Minuten sind die Tomaten fertig und können serviert werden! Wie ihr auf dem obersten Foto seht, gab's bei mir noch Feldsalat und ein Stück Fisch dazu - hier kann natürlich frei nach Laune variiert werden.

Bon Appétit! Übrigens lassen sich die Tomaten auch noch gut am nächsten Tag im Ofen aufwärmen und genießen - wenn ihr dann noch nicht genug von ihnen habt. Aber zwei Tage am Stück kann ich all die erwähnten Dinge eigentlich sehr gut ertragen.

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Haferflocken-Hügel mit Heimatgeschmack

 Weihnachtsplätzchen: Nussberge aus Haferflocken
Zutaten: 100g Butter (in Stückchen), 125g Zucker, 1 Pck. Vanillezucker, 2 Eier, 1 Prise Salz,
 3 EL Milch, 200g kernige Haferflocken, 75g gemahlene Haselnüsse, 100g Weizenvollkornmehl, 
1 TL Backpulver, bei Bedarf ein paar ganze Haselnüsse

Früher läutete ein Glöckchen. Erst dann durften wir ins Wohnzimmer, in dem der glänzend geschmückte Baum stand. Davor Berge von Geschenken - manche sogar mit Bettlaken bedeckt, dann war es besonders aufregend. Weihnachten war damals eine faszinierende Zeit voller Geheimnisse und Überraschungen.

Heute wünsche ich mir statt Playmobil-Ponyhöfen und Puppenwagen praktischerweise Parfüm oder Pürierstäbe. Statt handgeschriebeben Wunschzetteln verschicke ich Linklisten per Mail. Klingt, als wäre der Weihnachtszauber völlig verflogen - zum Glück gibt es aber noch die Lieblingskekse meiner Kindheit. Sie schmecken nicht nur nach Nüssen und Haferflocken, sondern jedes Jahr aufs Neue nach Glöckchen, Bettlaken-Geschenken und einer schönen Erinnerung.


Voilà: Nussberge wie von Mama


Weihnachtsplätzchen: Nussberge aus Haferflocken

Wie beim letzten Mal versprochen, gibt es heute ganz klassische Plätzchen ohne viel Chichi. Und so funktioniert's: Zuerst den Ofen vorheizen (190 Grad Ober- und Unterhitze), weil der Rest superschnell geht. Einfach alle Zutaten nacheinander in eine Schüssel geben und mit einem Mixer verrühren - am besten mit den Knethaken, da die Masse ziemlich fest ist. 

Dann mit Hilfe von zwei Teelöffeln kleine Berge auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, auf Wunsch ganze Haselnüsse von oben reindrücken. Dann kommt alles für etwa 15 Minuten in den Ofen - und schon fertig. Die Nussberge werden noch härter, während sie abkühlen, also wundert euch nicht, wenn sie noch ein wenig weich sind.

Ich hab dieses Mal ein paar Nussberge später noch mit geschmolzener Blockschokolade verziert und andere mit Zitrone beträufelt - auch bei einem echten Klassiker darf man ja schließlich ein bisschen experimentieren. Schmeckt auch beides gut - aber mein Favorit sind noch immer die puren Nussberge ohne alles. 

Weihnachtsplätzchen: Nussberge aus Haferflocken

Bon Appétit! Und wer genau hinsieht, erkennt das großartige Frühstücksbrettchen, auf dem die Nussberge liegen. Das ist kein Zufall, sondern pure Absicht - und sogar Werbung, ich gebe es zu. Denn das Brettchen ist nicht nur von einem kleinen tollen Label und hübsch anzusehen, sondern es enthält auch noch eine passende Weisheit zum Thema: „heimat ist... der einzig wahre Ort für Weihnachten.“ Wo auch immer ihr seid: Habt schöne Feiertage!

Sonntag, 15. Dezember 2013

Weihnachtliche Butterplätzchen - mal in scharf

Weihnachtsplätzchen mit Ingwer-Orange
Zutaten fürs Grundrezept: 250g Mehl, 100g Puderzucker, 2 Eigelb,
1 Pck. Vanillezucker, 1 Prise Salz, 125g Butter, abgeriebene Schale von 1/2 Zitrone.
 Für Variante 1: 1 Stück Ingwer (ca. 1 cm breit), 1 EL Orangenlikör.
Für Variante 2: 2 EL Back-Kakao, 1 TL gemahlene Chilischoten


Ich will gar nicht wie ein Hipster klingen. Aber wenn ich sage: „Nimm doch einen Ingwer-Orangen-Stern. Oder magst du lieber Schoko-Chili?“ - dann komm ich mir irgendwie so vor. Ich konnte es nicht verhindern, der Exotik-Wahn hat mich gepackt, als ich ganz normale Ausstech-Plätzchen aus meinem Nostalgie-Heft backen wollte.

Beim nächsten Mal präsentierte ich traditionelle Lieblingskekse aus meiner Kindheit, versprochen. Aber jetzt widmen wir uns erst einmal Plätzchen, bei deren Namen Leute entweder höflich „Ohhh“ und „Aaahh“ sagen - oder heimlich die Augen verdrehen und sich nach Spritzgebäck und Spekulatius sehnen.

Voilà: Ingwer-Orangen-Sterne und Schoko-Chili-Plätzchen


Weihnachtsplätzchen mit Schokolade und Chili

Das Grundrezept ist ganz klassisch und wird für die Schoko-Variante nur leicht abgewandelt. Erst Mehl und Puderzucker in eine Schüssel sieben, Vanillezucker und Salz hinzugeben. Dann zimmerwarme Butterstücken und Eigelb dazu, zuletzt die Zitronenschale auf den Rest reiben. 

Alles verkneten, bis eine Teigkugel entsteht (das kann eine Weile dauern, ich fand den Teig ziemlich trocken). Das weitere Vorgehen hängt von den Zutaten ab: Wenn ihr mehrere Varianten wollt, den Teig entsprechend aufteilen. Ich habe eine klassische Version ohne weitere Zutaten gemacht und zwei exotische Varianten. 

Weihnachtsplätzchen mit Ingwer-Orange

Für Variante 1 Ingwer reiben und in einer kleinen Schüssel mit Orangenlikör (oder O-Saft) vermischen und in den Teig einarbeiten. Für Variante 2 habe ich zwei EL Back-Kakao mit einem halben Teelöffel gemahlenen Chilischoten vermischt, dann alles in den entsprechenden Teig geknetet. Das sind die Mengenangaben für ein Drittel Teig - für andere Mengen kann es entsprechend umgerechnet werden.

Jetzt wird der Teig in Frischhaltefolie gewickelt und eine halbe Stunde in den Kühlschrank gestellt. Den Ofen vorheizen (160 Grad Umluft), den Teig auf einer bemehlten Fläche ausrollen und beliebig ausstechen. Dann alles für etwa 10 Minuten in den Ofen - fertig. 


Weihnachtsplätzchen mit Schokolade und Chili

Die Schoko-Chili-Plätzchen habe ich nach dem Auskühlen noch mit weißer und dunkler Kuvertüre verziert. Dafür jeweils ein Stück in einem Wasserbad erhitzen und mit einer Gabel in Streifen auftragen. Natürlich können die Kekse auch komplett mit Schokolade bestrichen oder mit Streuseln, Kügelchen oder sonstwas verziert werden - tief im Innern sind es ja nur ganz klassische Weihnachtsplätzchen.

Bon Appétit! Und darauf jetzt erstmal einen Chai-Latte mit Sojamilch.

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Weihnachtsplätzchen: Nostalgische Schoko-Batzen

Weihnachts-Plätzchen: Schokoladige Snowcaps mit frischer Minze
Zutaten: 150g dunkle Blockschokolade, 75g Butter,
90g Zucker, 2 Eier, 150g Mehl, 2 EL Back-Kakao,
1/2 TL Backpulver, eine Prise Salz, 1 TL Zimt,
50g Puderzucker zum Wälzen, eine Handvoll frische Minze

Ich halte nichts von unreflektierter Nostalgie. Eine alte Schreibmaschine ist hübsch als Vintage-Deko - ich bin aber froh, dass ich diese Zeilen am Laptop tippen und bequem korrigieren kann. Und ich liebe unseren Plattenspieler - freue mich aber in der Bahn immer über meine Playlist auf dem Smartphone. Früher war eben nicht pauschal alles besser - trotzdem war ich hingerissen, als eine liebe Freundin mir letztens ein kleines Plätzchen-Heft schenkte, das wahnsinnig nostalgisch ist und zumindest vorgibt, aus alten Zeiten zu stammen.

Schau doch mal vorbei: Hier geht's zu südstadtgold!
 In den Rezepten werden Zutaten wie „Pottasche“ verlangt, die Vorbereitungen für den großen „Backtag“ beginnen teilweise 48 Stunden vorher. Und Fotos von „Spitzbuben“ oder für diese Verhältnisse exotischen „Snowcaps“ gibt es nicht - wie ungewohnt in Zeiten von Food-Blogs und Pinterest. Und wie aufregend. Es war also ein richtige Abenteuer, in das ich mich voller Begeisterung  stürzte...

Weihnachts-Plätzchen: Schokoladige Snowcaps mit frischer Minze

 

Voilà: Schokoladige Snowcaps mit frischer Minze


Ich entschied mich für ein Rezept der Kategorie „Aus der weiten Welt“ – wenn schon Abenteuer, dann auch richtig. (Und ich gestehe, das Rezept sogar leicht abgewandelt zu haben, die frische Minze beispielsweise war selbstverständlich nicht vorgesehen.) Erst einmal wird die gehackte Schokolade samt Butterstückchen im Wasserbad geschmolzen. Kurz abkühlen lassen und in eine große Schüssel füllen, dann kommen Zucker und Eier, danach Mehl, Kakao, Backpulver, Salz und Zimt dazu. Alles wird mit dem Mixer zu einer klebrigen Masse verarbeitet.

Dann die Schüssel mit Folie abdecken und für zwei Stunden ab in den Kühlschrank damit. Wenn die Wartezeit um ist, werft den Ofen an (160 Grad, Umluft), im Anschluss geht's weiter mit der Schokomasse. Sie ist jetzt ziemlich fest und kann ganz einfach zu kleinen Kugeln (etwa 2 Zentimeter Durchmesser) gerollt und in Puderzucker gewälzt werden. Eigentlich werden satte 100 Gramm vorgeschlagen, ich habe mich aber mit der Hälfte begnügt. Wer mag, knetet noch kleingehackte frische Minze in die Kugeln. Während dieser Phase dachte ich übrigens (ganz vorbelastet ohne Fotos), meine Snowcaps würden nachher das Format von Marzipan-Kartoffeln haben. Doch ich sollte mich täuschen.

Weihnachts-Plätzchen: Schokoladige Snowcaps mit frischer Minze

Die Kugeln werden auf einem Backblech verteilt (mit rund drei Zentimeter Abstand dazwischen), dann kommen sie für etwa 15 Minuten in den Ofen. Und dort beginnt die Verwandlung. Die vormals runden Schokokugeln plustern sich auf und werden stolze dicke Batzen, die fast wie Mini-Brote aussehen. Und sie schmecken ganz fantastisch. Wahnsinnig schokoladig - aber durch die Minze irgendwie erfrischend.

Bon Appétit! Und falls euch bei all der Advents-Nascherei das schlechte Gewissen überkommt, gebe ich euch noch einen der vielen wunderbaren Sprüche mit, die im Nostalgie-Heftchen zwischen den Rezepten stehen: „Schokolade bricht das Fasten nicht“ (Honoré de Balzac). Also lasst es euch schmecken!

Weihnachts-Plätzchen: Schokoladige Snowcaps mit frischer Minze

Sonntag, 8. Dezember 2013

Gebackenes Apfelmus: Lieblingsobst mit Mandelkruste

Gebackenes Apfelmus aus dem Ofen
Zutaten (für 2 Portionen): 3 mittelgroße Äpfel, 100 ml Apfelsaft,
eine Handvoll ganze Mandeln, eine Zimtstange,
eine Scheibe Bio-Zitrone, 2 TL Rohrzucker

Falls das hier noch nicht klar wurde: Ich liebe Äpfel. Egal, ob pur, morgens im Joghurt-Körner-Mix, im Nachtisch nach dem Essen - gebt mir was mit meinem Lieblingsobst und ich finde es toll.

Ich esse täglich schätzungsweise zwei bis drei Äpfel, mir wurden (und das denk ich mir jetzt nicht aus) schonmal von einem Kollegen Verbindungen zur Apfel-Industrie unterstellt. Ich weiß, der Blöde-Phrasen-Tag ist bereits vorbei, aber einmal muss ich noch: Würde der Spruch „One apple a day keeps the doctor away“ stimmen - alle Ärzte würden wohl sofort abhauen, wenn sie mich nur aus der Ferne sehen.

Das nur als Grundlage - jedenfalls war es sofort um mich geschehen, als ich das folgende Rezept entdeckte. Und ich verrate schon jetzt: Ich wurde nicht enttäuscht.

Voilà: Gebackenes Apfelmus aus dem Ofen


Das Rezept habe ich mal wieder woanders geklaut und leicht abgewandelt - und wie immer kann kaum was schiefgehen! Erst einmal die Äpfel schälen und in kleine Stücke schneiden. Diese zusammen mit dem Apfelsaft, der Zimtstange und der Zitronenscheibe in einen Topf werfen, dort köcheln sie bei mittlerer Temperatur etwa 15 Minuten vor sich hin, bis aus den Würfeln ein Mus geworden ist.

Gebackenes Apfelmus aus dem Ofen

Zimtstange und Zitrone herausnehmen, das Mus in ofenfeste Schalen füllen und den Zucker drüberstreuen (ich lasse Zucker immer gerne weg, an dieser Stelle ist er tatsächlich nötig, damit es eine karamellisierte Kruste gibt). Die Mandeln grob hacken und drüberstreuen - und dann ab in den Ofen.

Unter der Grillfunktion des Ofens (unserer hatte das tatsächlich, klappt aber sicher auch mit normaler Oberhitze) bei 180 Grad etwa 10 Minuten backen, bis sich auf dem Mus eine leichte Kruste gebildet hat. Das war's schon - es darf serviert werden.

Gebackenes Apfelmus aus dem Ofen

Bon Appétit! Ich finde diesen zauberhaft-winterlichen Nachtisch am besten, wenn's noch was ganz kaltes dazugibt - deshalb habe ich einfach ein bisschen Eiskonfekt dazugelegt. Und dann schnell genießen, so lange das Mus heiß und das Eis kalt ist. Deshalb war auch nicht wirklich viel Zeit für tolle Fotos. Man muss eben Prioritäten setzen - und bei Eis und Äpfeln bin ich knallhart.

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Adventskranz: Zu spät und zweiglos - dafür mit Phrasen garniert

 DIY-Adventskranz mit Tannenzapfen

Weihnachten kommt immer so plötzlich. Eigentlich hatte ich rechtzeitig mit dem Adventskranz angefangen, schließlich fängt ja bekanntlich der frühe Vogel den Wurm - und deshalb habe ich schon Mitte November den „I feel betta with Lametta“ -Modus gestartet. Aber erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt.

Falls ihr es noch nicht gemerkt habt: Heute ist großer Blöde-Phrasen-Tag bei drei wünsche - willkommen und hereinspaziert! Tatsächlich habe ich es einfach nicht geschafft, meinen Adventskranz pünktlich vor dem 1. Advent fertigzustellen. Hier kommt nun der verspätete Eintrag - und das auch noch mit vier bereits angezündeten Kerzen. Weil eh schon alles versaut ist, nutze ich die Gelegenheit, um endlich mal all die verboten-dämlichen Floskeln zu schreiben, die ich sonst niemals zu Papier beziehungsweise ins Netz bringen würde. Und irgendwann muss es ja mal raus. Also:

A Tännschen please - for: Adventskranz mit Tieren und Zapfen


DIY-Adventskranz mit Tannenzapfen

Für die Bastelbeschreibung mache ich kurz Phrasen-Pause - aber seid gewiss: Es kommen noch mehr! In diesem Jahr hatte ich keine Lust auf die üblichen Zweige, deshalb habe ich diesen alten und ziemlich hässlichen Brotkorb vor dem Müll gerettet und ihn in die Adventsplanung miteinbezogen. Dazu kamen ein paar Tannenzapfen (ich geb's zu, die sind leider gekauft - irgendwie hab ich's nicht in den Wald geschafft), ein paar niedliche Filztiere, weißer Sprühlack und eine Rolle Draht. (Vieles davon ist übrigens vom fabelhaften „Traumfarben“-Laden in der Merowinger Straße.)

DIY-Adventskranz mit Tannenzapfen

Dann wird gebastelt: Ich habe mit einer großen Schere den Boden aus dem Korb geschnitten, mit dem Draht die Tannenzapfen nach Belieben daran befestigt - und dann kommt die Sprühdose zum Einsatz. Alles so lange mit weißem Lack besprühen, bis nichts mehr von der ursprünglichen Farbe übrig ist. Das macht man am besten draußen - denn es stinkt bestialisch und macht außerdem Dreck.

Als das weiße Gebilde trocken war, habe ich die kleinen Filz-Elche drangehängt, alles mit Kordel umwickelt und den Kranz dann auf ein Flammkuchenbrett aus Holz gestellt. So weit war ich vor Wochen schon - dann kam die Sache ins Stocken.

DIY-Adventskranz mit Tannenzapfen

„Es war bestimmt die Weihnachtsmaus...“, könnte ich jetzt sagen - schließlich ist das Tier doch der Sündenbock für jedes Problem in der Adventszeit. Aber ich habe mich einfach verzettelt, mea culpa. Doch wer A sagt, muss auch B sagen, deshalb habe ich irgenwann doch weitergemacht - besser spät als nie. Warum alle vier Kerzen bei mir schon gebrannt haben, darüber hülle ich den Mantel des Schweigens. Im nächsten Jahr wird alles anders - dann kann man diesen unvergänglichen Kranz schließlich wieder aufstellen. Denn ihr wisst ja: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel - und das beginnt immer so plötzlich...

Jetzt anzünden und besinnlich werden. Und denkt dran (ja, einen habe ich noch): Wenn das fünfte Lichtlein brennt, dann habt ihr Weihnachten verpennt. In diesem Sinne: Habt Spaß im Advent und lasst es euch gutgehen!

Sonntag, 1. Dezember 2013

Salat mit sexy Exotenfrucht

Feldsalat mit Granatapfel und Kaki
Zutaten: 60 Gramm Feldsalat, 1/4 Kaki, 1 EL Granatapfelkerne,
50 Gramm Fetakäse. Dressing: 2 EL Olivenöl, 1 EL Balsamico-Essig,
1 Schuss frische Zitrone, Salz, Pfeffer, Kräuter

Irgendwie ist die Kaki wie ein C-Promi. Kaum einer kennt sie, irgendwer schreibt im Internet herrlich viel PR-Quatsch über sie  – und wenn man einmal auf sie achtet, taucht sie plötzlich überall auf. Doch im Gegensatz zum C-Promi wird die Kaki wahnsinnig unterschätzt.

Weil auch ich oft in fragende Gesichter gucke, wenn ich von Kakis erzähle, habe ich sie mal gegoogelt, bevor ich ein Rezept mit ihr präsentiere. Kakis seien die „Aprikosen des Orients“ ist zu lesen. Anderswo werden sie als „die süßen Tomaten“ bezeichnet. „Wie Aprikose und Vanille“ sollen sie schmecken, wahlweise auch ein „Aroma von Birne und Aprikose“ haben. Wer es genauer wissen will: Die Frucht hat sogar eine eigene Website: kaki-info.de. Es scheint eine richtige Kaki-Lobby da draußen zu geben, nur eine Facebook-Fanpage habe ich noch nicht entdeckt.

Feldsalat mit Granatapfel und Kaki

Zu viele Informationen, ich rate einfach: Selbst probieren! Denn die exotische Frucht gibt’s in fast jedem Supermarkt und sie schmeckt super – pur, im Müsli oder auch im Salat. (Und für die echten Laien unter euch: Auf dem Bild ist es die rechte Frucht...)

Voilà: Exotischer Feldsalat mit Kaki und Granatapfel


Ihr könnt es euch schon denken: Die Zubereitung ist mal wieder denkbar einfach! Den Feldsalat zupfen und waschen, die Kerne aus dem Granatapfel löffeln, Kaki und Fetakäse in kleine Würfel schneiden. Und fürs Dressing einfach Öl, Balsamico und Zitrone verrüren, mit Salz, Pfeffer und italienischen Kräutern abschmecken.


Feldsalat mit Granatapfel und Kaki

Bon Appétit! Und auch wenn der Granatapfel fast genauso exotisch wie die Kaki ist – eine eigene Website konnte ich für ihn nicht entdecken. Immerhin geht aus dem Wikipedia-Eintrag hervor, dass es sich beim Granatapfel im weitesten Sinne um ein Weiderichgewächs handelt. Klingt irgendwie nicht so sexy wie „Aprikose des Orients“. Offenbar fehlt dem Granatapfel die Lobby.