Dienstag, 29. Oktober 2013

Salat zum satt und glücklich werden

Rezept: Fruchtiger Feldsalat mit Balsamico-Honig-Dressing
Zutaten (für 2 Personen): 100 Gramm Feldsalat, 6 Kirschtomaten,
1/4 Mango, eine Handvoll Walnüsse, 2 Lauchzwiebeln, 30 Gramm Feta.  
Fürs Dressing: 40 ml Olivenöl, 20 ml Balsamico-Essig, 1 TL Zitronensaft,
1TL Honig, Salz, Pfeffer, etwas Knoblauch

Salat-Liebhaber haben es schwer. In unserer sonst so toleranten Gesellschaft werden sie sofort abgestempelt: als Menschen, die sich jeden Genuss untersagen. Bestellt man einen Salat, fragen viele Tischnachbarn (zumindest mit den Augen): „Willst du nichts Richtiges?“

Hierzu stelle ich fest: Ihr liegt falsch - zumindest bei mir. Ich bestelle nicht „nur“ einen Salat, weil ich mich gegen Alternativen entscheide. Sondern weil ich Salat will - und zwar mit allem, und davon bitte viel! Richtig glücklich bin ich, wenn ich beim Lieblingsitaliener den besten Salat der Stadt vor mir stehen habe. (Übrigens ist bei Peperino am Chlodwigplatz auch die Pizza im Superlativ-Ranking ganz weit vorn...) Da ich nicht täglich dort einkehren kann, gibt's auch zuhause gern Salat, der jeder Bescheidenheit trotzt. So wie dieser hier.

Voilà: Fruchtiger Feldsalat mit Balsamico-Honig-Dressing

 

Rezept: Fruchtiger Feldsalat mit Balsamico-Honig-Dressing

Die Zubereitung erklärt sich eigentlich von selbst - ein paar weitere Worte gibt's trotzdem: Salat waschen und bei Bedarf etwas zupfen. Mango und Feta in kleine Würfel schneiden, Lauchzwiebel in Ringe hacken, Tomaten halbieren. Die Walnüsse in die gewünschte Größe zerbröseln - und das war's auch schon. Alles in einer Schüssel oder direkt auf einem Teller vermengen.

Fehlt noch das Dressing: Olivenöl und Balsamico vermischen, Salz, Pfeffer und Knoblauch dazu. Einen guten Teelöfel Honig unterrühren, frisch ausgepressten Zitronensaft dazu - und dann probieren. Ich misch gern noch einen Schuss Milch dazu, je nach Verfügbarkeit frische Kräuter. Alles gut durchmischen, abschmecken - dann über den Salat und ab auf den Tisch. 

 Rezept: Fruchtiger Feldsalat mit Balsamico-Honig-Dressing

Bon Appétit! Für alle Fleisch- und Nudelfreunde kann danach natürlich noch ein „richtiges Hauptgericht“ folgen - meinetwegen können wir auch nahtlos zum Nachtisch übergehen...

Freitag, 25. Oktober 2013

Apfelringe: Eine echt leckere Enttäuschung

Apfelchips aus dem Ofen
Zutaten: Zwei bis drei Äpfel, etwas Zimt und mehrere Stunden Zeit

Es gibt Dinge, die klingen geiler, als sie sind. Feuerwerk am Rhein zum Beispiel. Man stellt es sich romantisch, mit viel "aaaahhh", "ohoooo" und einem Strahlen im Gesicht vor - stattdessen quetscht man sich frierend zwischen fremde Menschen und fragt sich, wer eigentlich so ein Heidengeld für diese Luftverschmutzung ausgibt. Oder Shoppingtrips in Outlet-Center: Statt Schnäppchen der Lieblingsmarken kauft man überflüssiges Zeug - und am nächsten Tag trotzdem die schon immer favorisierten Schuhe auf der Schildergasse. Man bekommt nie, was man will.

Genau wie bei "Apfelchips", denen diese Bezeichnung umgehend aberkannt werden sollte. Denn sie sind weder fix gemacht noch knusprig - obwohl beides in diversen Blogs suggeriert wird. Trotzdem haben sie einen ziemlichen Suchtfaktor - und ich würde sie immer wieder machen. Wer trotz (oder gerade wegen) dieser Beschreibung weiterlesen mag:

Voilà: Apfelringe aus dem Ofen


Erst einmal den Ofen auf 95 Grad anschmeißen. Für ein Backblech dann zwei bis drei Äpfel entkernen (hier konnte ich endlich mal den Apfelentkerner, den ich immer als relativ überflüssig angesehen habe, ganz hinten aus der Schublade kramen), dann möglichst dünne Scheiben schneiden. Wer keinen Entkerner zur Hand haben sollte, kann auch die Äpfel vierteln und dann schneiden. Andere Form, gleiches Konzept.


Jetzt einfach die Ringe auf einem mit Papier ausgelegten Blech verteilen und bei Bedarf mit Zimt bestreuen (die gesündere Variante mit puren Äpfeln mag ich persönlich auch echt gern). Alles in den Ofen schieben - und jetzt kommt ein wichtiger Tipp: Man sollte einen Kochlöffel, einen Backhandschuh oder sonstwas in die Tür klemmen, sodass sie einen Spalt offenbleibt. Beim ersten Mal habe ich das nicht gemacht, hatte außerdem eine höhere Temperatur und am Ende zwar sehr knusprige, aber auch sehr schwarze Apfelringe...

Am besten probiert ihr dieses Rezept an einem verregneten Sonntag aus - denn die Ringe brauchen echt lange und sollten zwischendurch immer mal angeschaut werden. Nach etwa zweieinhalb Stunden sind die Äpfel so, wie ihr sie auf dem Foto seht. Und ich sage dazu: Sie sind nicht knusprig - sondern ein wenig zäh, so wie wenn man sie abgepackt im Supermarkt kauft.

Apfelchips aus dem Ofen

Klingt immer noch nicht so richtig geil, ich weiß. Aber ich kann ja nicht immer nur von den leckersten Dingen der Welt schwärmen - und außerdem bin ich echt angetan. Die Apfelringe machen - nach einer ersten Anfreundungsphase - irgendwie süchtig, sind super für zwischendurch-mal-was-naschen und außerdem noch echt gesund.

Das ist immerhin eine gute Sache an diesen vermeintlichen "Chips". Und außerdem kosten sie nicht viel, verschmutzen nicht die Luft und verstopfen nicht die Kleiderschränke - so wie andere Dinge, die man trotzdem immer wieder tut. Bon Appétit!

Apfelchips aus dem Ofen


Dienstag, 22. Oktober 2013

Schoko-Käsekuchen-Muffins: Wenn doch alles so einfach wäre...

Schoko-Muffins mit Käsekuchen-Füllung
Zutaten (für 12 Muffins): Für den Schoko-Teig 150 g weiche Butter,
100 g Zucker, 200 g Mehl, 3 EL Kakao (oder 50 g Blockschokolade),
1 Pck. Vanillezucker, 2 TL Backpulver, 2 Eier und 8 EL Milch.
Für die Füllung 200 g Frischkäse, 1 Ei,
30 g Zucker, Prise Salz, 30 g Schokotropfen

Ich gebe es zu: Früher habe ich mit freundlicher Unterstützung von Dr. Oetker gebacken. Und zwar oft. Und es hat immer geschmeckt. Okay, bis auf das eine Mal, als die Muffins etwas zu lange im Ofen waren - aber da war ich auch im Stress.

Jedenfalls standen bei jedem Praktikums-Abschied und fast allen Geburtstagen zweierlei Muffin-Sorten aus der Tüte auf dem Tisch. Bis ich dem Fertigkram aus mysteriösem Zauberpulver endgültig abgeschworen habe. Danach durfte ich mit Entzücken feststellen, wie leicht man selbst Muffins backen kann, die nach viel Arbeit aussehen, einen tollen Namen haben und wunderbar schmecken. So wie diese hier.

Voilà: Schoko-Muffins mit Käsekuchen-Füllung


Das Rezept habe ich via Pinterest auf einem Blog entdeckt. Ich persönlich würde es leicht abwandeln und statt Kakao Blockschokolade nehmen, damit die Muffins noch schokoladiger werden- aber ansonten halte ich mich an diese völlig unkomplizierte Anleitung.

Schoko-Muffins mit Käsekuchen-Füllung

 Zu allererst den Ofen bei 180 Grad anwerfen. Dann für den Schoko-Teig Butter, Zucker, Mehl, Kakao (alternativ geraspelte oder geschmolzene Blockschokolade), Vanillezucker, Backpulver, Eier und Milch mit dem Mixer verrühren. In einer zweiten Schüssel geht's an die Käsekuchen-Füllung: Den Frischkäse mit Ei, Zucker, Salz und Schokotropfen vermixen - fertig.
 
Schoko-Muffins mit Käsekuchen-Füllung

Papierförmchen in eine Muffinform legen und füllen: Erst die Schokomasse hineingeben und mit einem Löffel so formen, dass in der Mitte eine Kuhle entsteht. Hier landet im Anschluss die Käsekuchen-Füllung. Dann alles für etwa 25 Minuten in den Ofen schieben - nach einer altbewährten Stäbchenprüfung hinausnehmen, abkühlen lassen und genießen.

Bon Appétit! Und jetzt mal ehrlich, liebe Backmischungs-Benutzer: Welches Argument spricht bei solchen Rezepten noch für den braunen Herrn Dr. Oetker und seine Pulvertütchen?

Schoko-Muffins mit Käsekuchen-Füllung

Sonntag, 20. Oktober 2013

Apfel-Dessert: Von Zuhause schmeckt's am besten

Rezept für Apfelkompott auf Marzipanquark
Zutaten: 2 bis 3 Äpfel, 3 EL Magerquark, 5 Amarettinis,
ca. 30 Gramm Marzipan-Rohmasse

"Eigene Ernte" ist ein wundervolles Konzept. Es klingt nach duftenden Wiesen, leuchtenden Früchten, vielen Vitaminen und keinen Schadstoffen. Leider gibt es in einem ganz normalen Stadthaushalt viel zu wenig davon. Bei mir stehen Minze, Basilikum und Oregano auf dem Balkon - und das war's dann auch. Da ich noch nicht der urbanen Ökobewegung verfallen bin und einen Schrebergarten oder ganz hip ein Stückchen Land angemietet habe, bin ich auf die Hilfe meiner Eltern angewiesen. Und die liefern - und zwar jeden Herbst wie verrückt.

Äpfel frisch aus dem Garten

In ihrem Garten stehen zwei Apfelbäume, die vor vielen, vielen Jahren mal für meine Schwester und mich gepflanzt wurden. Klar, dass wir zur Erntezeit nur so mit Früchten überschüttet werden - und ich liebe es. Immer ist frisches Kompott im Kühlschrank, das morgens in meinen Joghurt kommt. Außerdem kann man daraus ganz wunderbaren und unkomplizierten Nachtisch zaubern. So wie diesen hier.

Voilà: Apfelkompott auf Marzipan-Creme mit Amaretinni-Krümeln


Rezept für Apfelkompott auf Marzipanquark

Für das Apfelkompott (falls es nicht wie bei mir schon fertig bereitsteht) Äpfel schälen und in Spalten schneiden, dann in einen Topf geben und so viel Wasser dazugeben, bis alles gerade so bedeckt ist. Wer mag, kann noch Zucker dazugeben. Dann auf niedriger Temperatur etwa 15 Minuten vor sich hinköcheln lassen, bis das Kompott die gewünschte Konsistenz hat - einige Stückchen dürfen gern noch drin sein.

Während die Äpfel auf dem Herd sind, kann man wunderbar den Rest zubereiten: Dafür einfach Magerquark in eine Schüssel geben, die Marzipan-Rohmasse mit einer Reibe zerkleinern und dazugeben. Ein bis zwei Amaretinnis zerbröseln und unterrühren. So viel Marzipan und Krümel verwenden, bis es für den eigenen Geschmack süß genug ist.

Rezept für Apfelkompott auf Marzipanquark

Den Quark in die Gläser (oder auch einfach auf einen Teller) geben und noch eine kleine Schicht Amarettini-Krümel darüber streuen. Apfelkompott - sobald es abgekühlt ist - hinzufügen, noch ein paar Krümel drüber, fertig. Am besten vor dem Genießen noch eine Weile in den Kühlschrank stellen.

Bon Appétit! Und auch wenn ich ganz frischeverliebt von der eigenen Ernte schwärme - natürlich funktioniert all das auch mit Äpfeln aus dem Supermarkt. Fühlt sich nur nicht ganz so gut an.

Rezept für Apfelkompott auf Marzipanquark

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Alte Stühle: Aus dem Vereinslokal an den Esstisch

Alte Stühle frisch gestrichen

Stühle kaufen ist eine ärgerliche Sache. Sie sind optisch meist keine Meisterleistung, dafür oft erschreckend teuer - und wenn man sich nicht gerade Eames-Designerteile gönnt, sagt man später selten: Mensch, schau dir nur unsere hübschen Sitzgelegenheiten an. Das habe ich zumindest gedacht, bis ich diese Vintage-Schnäppchen entdeckt und aufgeschönt habe...

Voilà: Alte Kantinenstühle im Wohnzimmer-Look

Alte Stühle frisch gestrichen

Ich kannte bereits alle Möbelhäuser auswendig, hatte die Flohmärkte an Rhein, Uni und Südstadion erfolglos durchstöbert: Es gab einfach keine Stühle, die mir gefielen und dann auch noch bezahlbar waren. Und sollte das auf dem Flohmarkt mal der Fall gewesen sein, dann standen nur zwei Stück herum - also wäre erst ein Drittel des Esstisch-Problems gelöst.

Deshalb klickte ich nicht sofort weiter, als ich diese Modelle im Internet sah und sie spontan hässlich fand: Bei Kalaydo wurden gleich 50 alte Kantinenstühle angeboten. Stückpreis: 4 (in Worten: vier!) Euro. Angesichts der langsam nervenden Sucherei und des immer knapper werdenden Einrichtungsbudgets beschloss ich: Irgendwie würden sie schon ansehnlich werden.

Alte Stühle frisch gestrichen

Also fuhr ich zu einem kleinen Fußballverein irgendwo im Kölner Umland und suchte mir aus dem Lagerraum der zugehörigen Gaststätte sechs Stühle aus. Auf ihnen wurden sicher schon viele bierselige Stammtische der "Germania Binsfeld" verbracht und der Verkäufer reagierte skeptisch bis geschockt, als er hörte, dass die alten Dinger tatsächlich in ein Wohnzimmer sollten. Manchmal würde ich ihn gerne zu einem Stück Kuchen bei uns einladen...

Denn die 4-Euro-Stühle sind mittlerweile tatsächlich weiß und hübsch - und das ging ganz einfach: Erst gründlich putzen und die völlig abgerockten Filzgleiter abknibbeln. Dann die Metallscharniere abschrauben - und schon geht's ans Streichen: Zwei Schichten weißen Lack auftragen - dazwischen aber auf jeden Fall gut trocknen lassen, sonst sieht der Lack nachher aus wie weißes Kroko-Leder. Klingt komisch, habe ich aber selbst erlebt. Übrigens haben meine Mitstreicher und ich festgestellt, dass die Stühle nicht einmal abgeschmirgelt werden müssen, damit die Farbe hält - das kann aber bei anderem Holz anders aussehen.

Alte Stühle frisch gestrichen

Am Schluss wieder die Scharniere anschrauben - und mehr gibt's zu dem Thema eigentlich gar nicht zu sagen. Außer: Die Stühle sind wirklich mega bequem. Und ich freue mich immer noch schneeköniglich über das viele Geld, das ich so gespart habe - und das natürlich sofort in andere hübsche Dinge investiert wurde...

Samstag, 12. Oktober 2013

Kürbissuppe: Die weltbeste Herbstspeise

Rezept für Kürbissuppe
Zutaten: 1 Hokkaido-Kürbis, 2 Kartoffeln, 2 Möhren, 1 rote Zwiebel,
 Ingwer, Knoblauch, Gemüsebrühe/-fond


Ich kann mich gar nicht entscheiden, was am Herbst das Schönste ist - Kürbisse gehören definitiv dazu. Nicht wegen der unfassbar hässlichen Deko, die an Halloween aus ihnen geschnitzt wird. Sondern wegen der unfassbar leckeren Dinge, die man aus ihnen zaubern kann. Dazu ein paar Kerzen, Musik von Vinyl - und schon ist klar: Die gemütlichste aller Jahreszeiten hat begonnen.

Voilà: Supercremige Kürbissuppe

Rezept für Kürbissuppe

Dieser Hokkaido-Kürbis war ein Spontankauf beim Discounter. Wer lieber das Veedel unterstützen, ausführlich beraten werden und dafür ein wenig mehr investieren möchte, dem empfehle ich "Obs un Jemüs" auf der Severinstraße - immer wieder ein Erlebnis. Aber zurück zur Suppe: In einem Topf mit etwas Öl Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch anschwitzen, dann die Kürbisstücke (ruhig die Schale dranlassen) dazugeben, alles ein paar Minuten vor sich hinbrutzeln lassen.

Nun Kartoffel- und Möhrenstücke hinzugeben und Gemüsebrühe darüber gießen, bis alles etwa zur Hälfte bedeckt ist. Etwa 15 bis 20 Minuten auf mittlerer Hitze kochen lassen, bis das Gemüse durch ist (zwischendurch rühren nicht vergessen).


Rezept für Kürbissuppe

Greift zum Pürierstab und verarbeitet den Topfinhalt (der zu diesem Zeitpunkt sonderbarerweise eine leichte Ähnlichkeit mit Gulasch haben kann) zu einem cremigen Brei. Bei Bedarf noch mit Milch verdünnen, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken, ein wenig Kürbiskern-Öl drüber - und ab auf den Tisch.

Bon Appétit! Mein guter Rat zum Schluss: Ruft diese fantastische Geschmackserinnerung im Gedächtnis ab, sobald euch schief grinsende Kürbisse begegnen - das verschafft etwas Gelassenheit im kommenden Halloween-Irrsinn.


Freitag, 11. Oktober 2013

Vintage-Leiter: Wie ein Scheunenfund - nur selbstgebaut

Vintage-Leiter selbstgebaut

Als ich Freunden davon erzählte, klang es wohl sonderbar: Ich baue eine Leiter, die ich so lange bearbeite, bis sie alt und schäbig aussieht - dann stelle ich sie in den Flur und hänge Kleidung drüber. Hört sich verrückt an, sieht jetzt aber großartig aus.

Voilà: Selbstgezimmerte Leiter im Vintage-Look

Ich hatte eine ähnliche Leiter bei Pinterest entdeckt und wollte sie unbedingt haben. Aber weder in den Garagen der Verwandtschaft noch im Internet konnte ich ein solches Teil finden - also habe ich meine bessere Hälfte geschnappt, all meine Überredungskunst angewandt und schließlich selbst losgelegt.

Vintage-Leiter selbstgebaut

Im Baumarkt des Vertrauens (bei uns war's Max Bahr in Ehrenfeld - die Holzauswahl ist überzeugend und der Zuschnitt gratis) haben wir das nötige Material gekauft: Zwei lange Kiefern-Hölzer für die Seiten ließen wir auf je 1,80 m kürzen, die Stücke für die fünf Sprossen auf 40 Zentimeter. Wir haben Hölzer mit Astlöchern ausgesucht, damit sie möglichst natürlich aussehen. Gekostet hat das alles gerade mal zwölf Euro, dazu braucht man nur noch dunkle Holzlasur, weißen Lack, Holzdübel, Leim und Schmirgelpapier (mit etwas Glück findet man das noch in den eigenen Schränken). Und natürlich das passende Werkzeug.

Los ging's mit der Bohrmaschine: In jede Sprosse außen mittig ein Loch bohren, gleiches auf dem entsprechenden Gegenstück der Seitenteile tun (gut ausmessen, sonst gibt's nachher Frust). Wir haben beschlossen, erst danach zu streichen - weil das mit noch nicht montierten Einzelteilen leichter geht. Erst Lasur auftragen, bis das Holz die gewünschte Farbe hat, wenn's trocken ist, weiß lasieren.

Vintage-Leiter selbstgebaut

Wieder trocknen lassen (das geduldige Warten ist eindeutig das Schlimmste!) und dann montieren: Die Holzdübel in die vorgebohrten Löcher drücken, zur Sicherheit dabei Holzleim verwenden. Im Anschluss alles zusammenstecken, bis aus den Einzelteilen tatsächlich eine Leiter entstanden ist. Fest zusammendrücken, bis alles stabil ist - und wer ganz sicher sein will, kann zusätzlich Holzschrauben von außen in die Sprossen drehen.

Jetzt sollte das gute Stück nach einer weiß lackierten Leiter aussehen - fehlt nur noch der Vintage-Look! Also Schmirgelpapier in die Hand und so lange den Lack bearbeiten, bis die frisch gebaute Leiter alt aussieht (Klingt widersinnig, ich weiß...)

Vintage-Leiter selbstgebaut

Die selbstgezimmerte Vintage-Leiter ist sicher nicht zum Klettern gemacht, das sollte man auch potenziell übermübermütigen Gästen sagen. Aber sie ist superpraktisch zum Aufhängen von Handtüchern und Klamotten - und alle Besucher fragen, ob dieses Teil in einer schmutzigen Scheune entdeckt wurde. Ob ihr jetzt einfach nur nickt oder doch die Wahrheit erzählt, bleibt euch überlassen...


DIY-Regal: Lieblingsstück aus alten Paletten

 Regal aus Euro-Paletten

Mein Studium habe ich an der Seite von treuen Mitbewohnern verbracht: Neben meiner Kommilitonin Julia waren da noch Billy, Expedit und Malm. Anhänger der schwedischen Möbelindustrie wissen, wovon ich spreche. 

Als ich in die Kölner Südstadt zog, habe ich meine Freunde aus Möchtegern-Holz mitgenommen - doch glücklicherweise endlich in eine Wohnung, die groß genug ist, um IKEA-Ware zwischen Vintage-Schätzen und Shabby-DIY-Werken unauffällig zu platzieren. Eins meiner selbstgemachten Herzensstücke ist besonders günstig, superschnell gebaut - und hat sich so schon fast als Billy-Regal der DIY-Kultur etabliert. 



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Voilà: Das Plattenspieler-Paletten-Board

Couchtisch, Bett, Sideboard - aus alten Euro-Paletten kann man fast alles bauen. Für unser Musikanlagen-Regal waren nur zwei Paletten nötig, die wir in einem Handel in Ehrenfeld gekauft haben. Hier kosten sie je fünf Euro, wer etwas länger sucht, findet vielleicht sogar eine Gratisvariante - aber bei mir sollte es schnell gehen, schließlich war der Plattenspieler schon gekauft und die Idee in meinem Kopf.


Regal aus Euro-Paletten

Wenn die Paletten erstmal transportiert sind, einfach die gewünschte Breite abmessen und zurechtsägen. Falls man das Glück hat, trockene Paletten zu ergattern, kann man sofort weiterwerkeln (wurden sie draußen gelagert, müssen sie erst vernünftig trocknen).  


Wir haben grobe Splitter abgeschmirgelt und dann drauflosgestrichen: mit weißer Wandfarbe, die noch von der letzten Renovierung übrig war. Wenn alle Teile trocken sind, einfach aufeinander stellen - fertig! Zumindest bei dieser Board-Variante sind nicht einmal Schrauben nötig.

Wer mag, kann noch eine Schicht transparenten Sprühlack auftragen - so bleibt's länger weiß. Nun bitte bei jeder sich bietenden Gelegenheit anschmachten - und das wohl billigste Möbelstück von allen feiern.


Regal aus Euro-Paletten

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Leichtes Dessert: Wunderbarer Restezauber im Glas

Frucht-Dessert im Weckglas
Zutaten: 250 Gramm Joghurt, 50 Gramm körniger Frischkäse, eine
Handvoll Haferflocken,  etwas Milch, eine Mango, ein paar Erdbeeren ,
frische Minze

Es mag viele Argumente geben, die gegen Nachtisch sprechen: Er ist oft ungesund und meistens unnötig, schließlich ist man eigentlich sowieso schon satt. Und ob überhaupt die nötigen Zutaten im Haus sind..? Bei dieser Variante lasse ich nichts davon gelten - denn dieses Dessert geht immer!

Schau doch mal vorbei: Hier geht's zu südstadtgold!
 Voilà: Joghurt-Haferbrei-Schichten mit Mango und Erdbeeren 

Es ist tatsächlich aus Zufall entstanden: Ich hatte neue Weckgläser, Lust auf etwas Leckeres - und dann auch noch Mango, die bereits matschig war. Und so wurde all das zu einem superleckeren und superleichten Nachtisch:
Zuerst eine gute Handvoll Haferflocken mit ein wenig Milch verrühren und kaltstellen, bis ein ziemlich matschiger Brei entsteht.
Etwa 250 Gramm Naturjoghurt mit etwas körnigem Frischkäse (oder auch Magerquark) verrühren, bis die Masse halbwegs fest ist. Bei Bedarf leicht zuckern.
Eine Mango mit dem Pürierstab zu Mus verarbeiten, eine Handvoll Erdbeeren klein hacken - und schon geht's ans Schichten!

Frucht-Dessert im Weckglas

Abwechselnd je einen großen Löffel Joghurtmasse, Haferflocken, Mus und Erdbeeren ins Glas füllen - und dann noch einmal von vorn anfangen, bis alles aufgebraucht ist. Mit Früchten und frischer Minze dekorieren und am besten noch kurz ab in den Kühlschrank. Das Obst kann natürlich je nach Saison und Verfügbarkeit variiert werden - und wer es süßer mag, kann den Haferbrei durch zerbröselte Cantuccini ersetzen.

Und dann einfach nur genießen - hier werden keine Ausreden akzeptiert. Bon Appétit!

Frucht-Dessert im Weckglas

Gemüse-Couscous: Ein Hauch von Sommer...

Gemüse-Couscous mit Dip
Zutaten (für 2 Personen): 250 Gramm Couscous, eine Zucchini,
eine Möhre, eine Paprika, 10 Kirschtomaten, Pinienkerne, frische
 Minze. Für den Dip: 250 Gramm Naturjoghurt, Curry, Kurkuma,
zwei Knoblauchzehen
 
Ich persönlich liebe den Herbst - aber es spricht ja nichts gegen Gerichte, die nach Sommer schmecken! Wie zum Beispiel Couscous-Salat, der sich nach Grillabend anfühlt und mich gedanklich sofort in den sonnigen Volksgarten beamt. Ist superschnell gemacht - und funktioniert auch in warm.

Voilà: Gemüse-Couscous mit Curry-Kurkuma-Dip

Man nehme Couscous, dazu Gemüse frei nach Wahl und Verfügbarkeit. Bei mir waren es einige Kirschtomaten, eine Paprika, eine Zucchini und eine Möhre - dazu noch Mangostückchen, Pinienkerne und frische Minze.

Gemüse-Couscous mit Dip

Und so einfach geht's: Paprika, Zucchini, Möhren und Pinienkerne in etwas Öl anbraten, später Tomaten dazugeben. Den Couscous zeitgleich in gekochtem Wasser quellen lassen und nach etwa 10 Minuten zu dem Rest in die Pfanne geben. Mango und Minze unterrühren, abschmecken - fertig!

Gemüse-Couscous mit Dip

Für den Dip einfach 250 Gramm Naturjoghurt mit Curry, Kurkuma, Salz, Pfeffer, gehacktem Knoblauch und frischem Schnittlauch verrühren.

Bon Appétit! Und zum Schluss ein kleiner Einkaufstipp: Curry und Kurkuma gibt's in günstigen Beuteln im Asia-Shop Wing On-Hong auf der Bonner Straße - genau wie gefühlt tausend andere Gewürze und ganze Kisten voller Glückskekse.